Das Wohnprojekt besteht aus 30 sehr unterschiedlichen Wohnungen. Gelegentlich wird eine Wohnung neu vermietet oder verkauft. Bei Vermietungen oder Verkäufen muss beachtet werden, dass alle BewohnerInnen die Kosten für unsere schönen Gemeinschaftseinrichtungen- und flächen mit tragen und diese Kosten in den Kauf- oder Mietpreisen enthalten sind. Diese Kosten sollten nicht unter- aber auch nicht überschätzt werden. Die Miteigentumsanteile an den Gemeinschaftsflächen sind von der Größe der Wohnungen abhängig und ergeben sich aus der Teilungsvereinbarung.
Die Summe der gemeinschaftlichen Flächen (Gästewohnung, alter Musikraum, Sauna und Gemeinschaftshaus) beträgt ca. 220 m². Weitere gemeinschaftliche Nutzflächen sind Waschraum, Technikraum, Atelier, Werkstatt sowie Kellerersatzräume (zusammen 169 m²). Außerdem ist das Wohnprojekt (= die WEG) Eigentümerin des Ladens, aktuell genutzt als Bioladen. Bei den Grünflächen außerhalb des Gebäudeensembles handelt es sich um ca. 1,7 ha Landschaftsschutzgebiet. Es kann nicht bebaut werden.
Bei der Auswahl neuer MieterInnen oder KäuferInnen haben alle MitbewohnerInnen ein Mitspracherecht. Für die Ausgestaltung dieses Mitspracherechts haben wir interne bindende Absprachen getroffen (siehe "Regelungen"). Dazu gehört auch, dass wir bei Interessent*innen auf unsere Altersstruktur achten. Wir alle sind in den mehr als 20 Jahren des Wohnprojektes älter geworden. Und die Altersstruktur ("generationsübergreifend") bleibt uns wichtig. Vermutlich werden auch im Fall eines künftigen Wechsels jüngere Menschen erneut gute Chancen haben, wenn es denn eine passende Wohnung gibt. Größere Wohnungen werden seltener frei als kleine. Nur wer unsere Regelungen in einem Bewerbungsprozess grundsätzlich beachtet, wird mit uns zufrieden hier leben können.
Wir erhalten - ebenso wie andere Wohnprojekte im Kieler Raum - viele Initiativbewerbungen. Das freut uns sehr - einerseits. Andererseits - wir können nur sehr selten freien Wohnraum "bieten", was für die Bewerber*innen bedauerlich ist. Daher: wer in einem Wohnprojekt leben möchte, sollte sich ernsthaft damit befassen, selbst ein neues Wohnprojekt zu gründen. Das ist realistischer als in bestehenden Projekten den passenden Wohnraum zugleich mit der passenden Projektidee zu finden.
Wenn wir InitiativbewerberInnen vorschlagen, sich selbst für eine Projektgründung zu vernetzen (zum Beispiel über https://verein.fgw-ev.de/projektboerse/ oder Stiftung TRIAS oder Seiten von Projektentwicklern ) wird nicht selten reagiert: ach nein, das ist mir/uns zu anstrengend. Wer in sich diesen Impuls verspürt sollte sich fragen, ob ein Wohnprojekt für sie/ihn wirklich das Richtige wäre. Denn das Leben in einem Wohnprojekt ist im Hinblick auf das soziale Zusammenleben nicht selten mit einigen Anstrengungen verbunden.
Gleichwohl: Wer sich für das Leben auf dem Hof Pries interessiert, weil eine Wohnung frei wird/geworden ist, kann gern Kontakt zu uns aufnehmen.
Unter "Hilfreiche Links" können Wohnprojekt-Interessierte weitere Informationen finden.